OpenAI Ads

Stand 28.10.2026: Werbung in ChatGPT ist momentan das große Versprechen im Online-Marketing. Wir haben OpenAI Ads getestet, um zu sehen was sie wirklich bringen.

Immer mehr Gäste planen ihre Reisen mit einer KI. Da fragen sich Hoteliers natürlich: „Sollte oder muss ich jetzt dort auch Werbung schalten um gesehen zu werden?“

Wichtig vorweg: Die Werbe Ads bekommen aktuell nur User die einen Gratis Account auf ChatGPT haben.

Sich mit dem Thema zu beschäftigen ist auf jeden Fall nicht falsch. Geld dafür auszugeben lohnt sich für die meisten Hotels im Moment aber noch nicht.

Der Test
Wir haben eine Woche lang zwei Kampagnen für ein Innsbrucker Stadthotel laufen lassen.
Eine für ein November-Wochenende und eine für ein Ski-Wochenende im Jänner.
Geschaltet wurde in Deutschland, der Schweiz, Italien, Großbritannien und den USA.
Auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Die Fakten und was sie bedeuten
Abgerechnet wird bei OpenAI Ads aktuell entweder pro Klick (CPC) oder pro tausend Einblendungen (CPM). Am Ende zählt natürlich aber die Buchung.

Für den Vergleich mit anderen Kanälen schauen wir uns aber den „Cost per Click“ an.

Er zeigt, wie viel man zahlt, damit eine Person auf die Anzeige klickt und auf die verlinkte Seite gelangt.

Bei OpenAI Ads lag der CPC in unserem Test zwischen 1,39 und 2,69 Euro.
Bei Google Hotel Ads, also den Anzeigen, die erscheinen, wenn man das Hotel auf Google sucht, zahlt dasselbe Haus im Schnitt 0,28 Euro pro Klick.


Ein Klick in ChatGPT kostet im Moment fünf- bis zehnmal so viel. Auch die Instagram-Kampagnen des Hotels liegen mit durchschnittlich 0,30 bis 0,80 Euro deutlich darunter.

Für den Return on Investment bedeutet das: Mit demselben Budget bringt man über Google oder Instagram aktuell ein Vielfaches mehr an Besucher:innen auf die Website.

Dazu kommt, dass sich der Erfolg aktuell kaum messen lässt. Rund 90 Prozent der Klicks kamen direkt aus der ChatGPT App am Handy. Wer dort klickt und später am Laptop bucht kann keiner Kampagne zugeordnet werden.

Im Testzeitraum war deshalb keine einzige Buchung nachweisbar.

Warum das so ist
Die Ausspielung der Werbung selbst ist gar nicht teurer als anderswo. Der ausschlaggebende Faktor ist der Zeitpunkt. In der Google-Hotelsuche stehen Gäste kurz vor der Buchung. In ChatGPT recherchieren sie noch, vergleichen oder lassen sich einfach inspirieren. Sie klicken seltener sofort und buchen später oft ganz woanders.

Die Angst, unsichtbar zu werden
Die Sorge der Gastgeber ist verständlich: Wenn jetzt alle mit OpenAI Ads werben geht das kleine Haus dann unter? Unsere Antwort: eher nein. Wer momentan nicht bei OpenAI Ads dabei ist verbaut sich auch nichts.

Eine Website die KI lesen kann? Das zählt jetzt wirklich
Viel wichtiger als Werbung ist im Moment etwas ganz anderes: Ob eine KI ein Hotel überhaupt empfiehlt hängt stark davon ab, ob sie die Informationen auf der Website versteht. Und genau hier haben viele Häuser aktuell noch Nachholbedarf.

Wichtige Infos wie Zimmer, Lage, Ausstattung, Anreise und Besonderheiten gehören als echter Text auf die Seite und nicht nur in Bilder. Klare Überschriften und eine verständliche Struktur machen es der KI leichter alles richtig zu lesen. Und die Angaben sollten überall gleich sein. Auf der eigenen Website genauso wie im Google-Profil und auf Buchungsplattformen.

Wer seine Website jetzt für KI lesbar macht, sorgt dafür, dass das eigene Haus in den Antworten auftaucht. Und das ohne viel Geld ausgeben zu müssen.

Unser Fazit
Jetzt schon schlau machen? Ja. Jetzt schon Geld ausgeben? Momentan eher nicht.

OpenAI Ads sind für Hotels aktuell noch zu teuer, zu wenig erforscht und im Moment noch kaum messbar. Gerade kleinere Häuser werben auf anderen Kanälen kostengünstiger und sehen dort auch welche Buchungen dabei herauskommen.

Und die Zeit die man sich damit spart steckt man am besten in eine Website die von der KI gelesen und verstanden wird.

Wir behalten das Thema für euch im Blick.

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