„Ihr Konto wird in Kürze gesperrt“, „dringende Bestätigung Ihrer Daten“, „letzte Mahnung“, „dringend und sofort überweisen“: E-Mails mit diesen teils drastischen Formulierungen kennen wir alle. Hinter manchen kann ein Betrugsversuch stehen.
Hotels geraten dabei immer wieder ins Visier. In Stoßzeiten trudeln Dutzende von Nachrichten ein, großteils von unbekannten Absendern. Buchungsanfragen, Rückfragen, Bestätigungen, Stornierungen etc.
Die Zeit ist meist knapp und die Aufgaben wollen zügig erledigt werden. Genau hier setzen die Betrüger an. Sie nehmen in den E-Mails teilweise direkten Bezug auf den Betrieb und seine Abläufe. Für Ihre digitale Sicherheit ist es aber wichtig, dass Sie sich ein paar Sekunden Zeit nehmen, bevor Sie Anhänge runterladen, auf unbekannte Links klicken, Webseiten aufrufen, Überweisungen tätigen… Halten Sie kurz inne und überlegen Sie: Ist die Nachricht als Ganzes plausibel? Passt die Absenderadresse zum Unternehmen? Gibt es sprachliche Unstimmigkeiten oder Abweichungen in den Formulierungen? Bekommen Sie per E-Mail Dateien, die Sie nicht angefordert haben? Werden Sie nach Passwörtern oder Zugangsdaten gefragt? Beachten Sie dabei auch, dass Betrugsversuche zunehmend realistischer und echter aussehen und immer schwerer zu durchschauen sind. Auch wenn nichts auffällt, kann eine Nachricht gefälscht sein. Fragen Sie bei Geldforderungen, Datenabfragen und unerwarteten Anhängen lieber einmal zu viel nach.
Rufen Sie im Zweifel den Absender der E-Mail unter der Ihnen bekannten Rufnummer an, nicht unter der Nummer in der E-Mail. Das gilt ganz besonders, wenn Bekannte plötzlich verlangen, dass Sie dringend und schnell Geld überweisen, oder wenn Lieferanten ohne Ankündigung ihre Bankverbindung ändern. Bei vermeintlichen Anfragen oder Rückfragen von Buchungsplattformen und Metasuchmaschinen, wo sensible Daten gefordert werden, loggen Sie sich direkt über das Portal mit Ihren bekannten Zugangsdaten ein und benutzen Sie nicht den Link in der E-Mail.
Auch bei WhatsApp-Nachrichten und SMS mit Aufforderungen und Links von unbekannten Telefonnummern ist Vorsicht geboten: Klicken Sie auf keine Links, antworten Sie nicht darauf und geben Sie keine Zugangsdaten oder Codes weiter, auch dann nicht, wenn die Nachricht von einem Bekannten zu kommen scheint.
Verwenden Sie starke und vor allem unterschiedliche Passwörter für die einzelnen Portale und Systeme. Es gibt zweifellos auch bessere Orte für die Aufbewahrung eines Passworts als eine Haftnotiz unter der Tastatur. Stellen Sie, wo es möglich ist, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Software-Updates schließen bekannte Sicherheitslücken. Installieren Sie diese zeitnah, und zwar über die gewohnten Wege. Etablieren Sie auch eine regelmäßige Datensicherung in Ihrem Betrieb.
Sicherheit im digitalen Alltag ist eine technische Frage, aber vor allem auch eine Frage der Aufmerksamkeit. Investieren Sie in die Sensibilisierung und vor allem in die laufende Weiterbildung Ihrer Mitarbeitenden zum Thema. Erfahrungen von Einzelnen können für den Betrieb und die anderen Mitarbeitenden wertvoll sein, um daraus zu lernen. Schaffen Sie ein Klima im Betrieb, in dem die Mitarbeitenden offen über das Thema sprechen können bzw. bei Unsicherheit Fragen stellen können.
Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine individuelle IT-Beratung.
Was tun sie noch diese
Performer?

