Storno und Flexibilität

Das Buchungsverhalten der Gäste wandelt sich und vor allem der Sommer-Gast wird immer kurzentschlossener, bucht mit weniger Vorlaufzeit und legt vor allem hohen Wert auf Flexibilität.

In der Stadthotellerie ist diese Entwicklung bereits angekommen: kurzfristige Buchungen und flexible Stornobedingungen bis zum Tag der Anreise. Was für Ferienregionen mit Stornofristen von 90 Tage unvorstellbar wirkt, ist im städtischen Bereich bereits Realität. Was hier allerdings auch deutlich wird, mehr Flexibilität anzubieten, ist nichts vor dem man Angst haben muss, denn die Hotels stehen nicht leer. Durch die zunehmende Kurzentschlossenheit der Gäste können Betten auch mit geringer Vorlaufzeit gefüllt werden.

Was viele Hotels unterschätzen ist die Hebelwirkung in der Buchungsbereitschaft der Gäste. Das bedeutet, wenn der Gast, selbst bei Buchung 1 Monat im Voraus, keine Option für eine flexible Rate hat, sinkt seine Bereitschaft die Buchung überhaupt abzuschließen.

In der Hochsaison stellt sich diese Frage selten und es ist klar, dass diese Zeiträume durch strengere Stornierungsrichtlinien geschützt werden müssen, um kurzfristige Ausfälle/Lücken zu vermeiden.

Doch in der Nebensaison, lohnt es sich zu probieren, ob eine Lockerung der Stornobedingungen den gleichen oder sogar höheren Effekt mit sich bringt, als es ein weiterer Rabatt oder eine zusätzliche Preisreduktion tun würde.

Team-Meeting von Die Performer im Austausch mit Hotelpartnern

Was hier natürlich zu erwähnen ist, mehr Flexibilität kann zu einer höher Stornierungsrate führen, aber auch das ist kein Grund zur Sorge. Beispielsweise ist bei OTAs (Online Travel Agencies) eine Stornoquote von 30% ganz normal.

Gerade in Gebieten wo eine Sommersaison erst im Aufbau ist, ist es wichtig zu verstehen, dass die „Spielregel“ der Wintersaison nicht 1:1 übernommen werden können. Es braucht den Mut etwas Neues zu probieren und das Vertrauen während man beobachtet wie sich die Buchungslage einspielt.

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